Dachrinnenheizung – Stromverbrauch und Selbstregulierung

Wenn die Dachrinne im Winter zufriert, ist das nicht nur ein Ärgernis für jeden Hausbesitzer. Das nicht mehr ablaufende Wasser bildet nach und nach Eiszapfen, die enorme Größen erreichen können. Stürzen diese herab, können sie schlimmstenfalls Personen- oder Sachschäden verursachen, die hohe Kosten nach sich ziehen. In Gegenden, die regelmäßig von Frostperioden betroffen sind, empfiehlt sich daher die Installation einer Dachrinnenheizung. Dabei handelt es sich um Heizkabel, die in der Dachrinne angebracht werden und so die Temperatur auch bei Frost in einem Bereich halten, der die Bildung von Eis deutlich verringert.

Dachrinnenheizungen haben tendenziell einen höheren Stromverbrauch

Viele Hausbesitzer scheuen den Einbau einer Dachrinnenheizung wegen des Stromverbrauchs: Sie befürchten neben den Anschaffungskosten auch eine deutlich höhere Stromrechnung. Vor allem Hausbesitzer in Regionen, die nicht regelmäßig von frostigen Wintern betroffen sind, sehen im Einbau einer Dachrinnenheizung oftmals einen unnötigen Stromfresser. Tatsächlich kann der Dachrinnenheizung Stromverbrauch recht hoch ausfallen, wenn die Heizung das ganze Jahr läuft: bei einer empfohlenen Leistung von 30 W pro verlegtem Meter Heizkabel kommen so schnell gute 800 Euro zusammen. Regional abhängig können auch Heizkabel mit 15 oder 20 W pro Meter eingesetzt werden. Läuft die Heizung nur bei Frost, also beispielsweise 30 Tage im Jahr, entstehen ungefähre Kosten in Höhe von 50 – 60 Euro – eine Summe, die im Gegensatz zu einer Schadensregulierung durch herabstürzendes Eis deutlich geringer ausfällt.

Stromverbrauch senken mit selbstregulierenden Kabeln

Eine Möglichkeit, den Stromverbrauch der Dachrinnenheizung gering zu halten, ist der Einbau eines Thermostats. Mit diesem kann die Leistung abhängig von der tatsächlichen Außentemperatur reguliert werden, was den Stromverbrauch deutlich verringern kann. Moderne Heizkabel sind bereits mit einer selbstregulierenden Funktion ausgestattet. Sie drosseln die Heizleistung, wenn die Außentemperatur steigt, und sorgen so dafür, dass sie nur das verbrauchen, was auch tatsächlich benötigt wird. Darüber hinaus bieten sie einige Vorteile bei der Installation: Selbstregulierende Heizkabel können ganz nach dem individuellen Bedarf gekürzt oder auch später wieder verlängert werden. Sie sind außerdem im Gegensatz zu herkömmlichen Dachrinnenheizungen deutlich betriebssicherer, da Überhitzungen nahezu unmöglich sind. Der im Gegensatz zu den oft gebrauchten Widerstandsheizkabeln höhere Anschaffungspreis kann sich also durchaus rechnen, wenn man sich für eine Dachrinnenheizung selbstregulierend entscheidet. Experten raten dazu, selbstregulierende Kabel mit einer verhältnismäßig geringen Leistung zu erwerben und diese dafür mehrfach zu verlegen, um eine größere Fläche abzudecken. Diese Maßnahme kann zu einem geringen Stromverbrauch bei optimaler Heizleistung beitragen.
Bildquelle: CC by DBDuo Photography

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